Häufig gestellte Fragen

  • Was macht das Hühnereiweiß im Rotwein?
  • Zur Schönung des Weines wird dem Wein Hühnereiweiß zugesetzt. Ein bis drei Hühnereiweiß genügen per Hektoliter. Dieses flockt im Wein aus und bindet sämtliche Trübstoffe. Beim Umfüllen sind diese Flocken abgelagert. Eine Eiweissallergie beim Trinken von Rotwein ist ausgeschlossen, da die Flocken sämtlich ausfallen.
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  • Welcher ist gesünder, Rotwein oder Weißwein
  • Auch Wein aus deutschen Anbaugebieten wirkt positiv im Sinne einer Infarktvorbeugung. Wein wird in den meisten Studien mit Rotwein gleichgesetzt - wohl deshalb, da man in Frankreich und Kalifornien mehr Rotwein konsumiert. Allerdings werden in Rotwein höhere Gesamtpolyphenolkonzentrationen gemessen; Phenole gelten neben dem Alkohol als zweite wirksame Substanzgruppe im kardioprotektiven Geschehen. Nun gehören aber zu der großen Gruppe der Polyphenole viele Einzelverbindungen, die den positiven Effekt (die antioxidative Wirkung) mehr oder weniger erfüllen. Untersuchungen weisen darauf hin, dass man im Weißwein mehr dieser effektiveren Substanzen findet. Mit der stärkeren Wirkung der Weißweinphenole sind möglicherweise die Konzentrationsdifferenzen beider Weinarten ausgeglichen. Dies würde auch die Ergebnisse mehrerer klinischer Studien erklären, bei denen kein Unterschied in der gesundheitlichen Wirkung gezeigt werden konnte. So belegen die Erkenntnisse der "Mainzer Weinstudie", dass sich das Infarktrisiko durch deutschen Weiß- und Rotwein gleichermaßen senken lässt. Die klinische Studie wurde unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. K. Jung, Universität Mainz, mit Unterstützung der Deutschen Weinakademie durchgeführt. Die ausgiebigen klinischen und blutchemischen Untersuchungen zeigten, dass sowohl deutscher Riesling als auch deutscher Spätburgunder das Risiko für eine Koronare Herzkrankheit (und damit für einen Herzinfarkt) deutlich minderten. Im Endergebnis waren die Wirkungen beider Weinarten vergleichbar, und zwar sowohl beim Aufbau von Schutzfaktoren als auch beim Abbau von kardiovaskulären Risikofaktoren. *** Aber Wein ist kein Medikament und sollte auch so nicht betrachtet bzw. konsumiert werden. Es ist ein landwirtschaftliches Produkt, ein Kulturgut mit Genuss- und Gesundheitswert. Das heißt, der Wein, der am besten schmeckt und/oder am besten zum Essen passt, ist auch aus gesundheitlicher Sicht zu bevorzugen.
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