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Aus der Presse
Montag, 14. April 2008, 18:25 Uhr

Gepanschter Wein in Supermärkten

Gepanschter Wein aus Italien steht nach Angaben des ARD-Magazins „Report München“ auch in deutschen Supermärkten. Eine Stichprobe habe ergeben, dass drei von sechs untersuchten Rot- und Weißweinen gepanscht waren. Die Firma Isolab GmbH, die die Weine prüfte, habe festgestellt, „dass das Wasser bei mindestens drei Proben nicht den durchschnittlich zu erwartenden Werten für authentische Weine entspricht“. Tommaso Pellegrino von der Kommission gegen die Mafia des italienischen Parlaments sagte, dass eine Mafia-Organisation im Geschäft mit gepanschten Weinen mitmischt.

Quelle  "BILD"

Wein-Skandal in Italien

70 Millionen Liter italienischer Wein, die in den vergangenen Monaten auf den Markt gekommen sind, enthalten Düngemittel und Salzsäure. Das berichtete das italienische Wochenmagazin "L'Espresso". Es gibt Ermittlungen gegen 20 Winzer in verschiedenen Regionen. Durch die gefährlichen Stoffe, die in den Wein gemischt wurden, konnten die Produktionskosten um bis zu 90 Prozent reduziert werden.

Auch Brunello-Wein aus der Region Toskana soll gepantscht worden sein. Die Staatsanwaltschaft von Siena habe über 600.000 Flaschen beschlagnahmt, berichtete "L'Espresso". Landwirtschaftsminister De Castro warnte vor Panik. Genaue Untersuchungen seien im Gange. Nach Angaben des Magazins soll die Mafia aus Apulien hinter den Verfälschungen stehen.

Der Wein-Skandal ist nicht der erste in Italien. Im Jahr 1986 starben 25 Menschen, da Wein mit Methanol versetzt worden war.

Die Berichte sorgten auch für Alarm in Brüssel. Die EU-Kommission hat von den italienischen Behörden Informationen über die angeblich gefährlichen Substanzen verlangt.

Quelle: APA

 

 
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