Zweitwein
Ein Zweitwein ist eine Art Wein zu deklarieren und zu verkaufen, der für den großen Wein ("Grand Vin") eines Weingutes qualitativ nicht ganz ausreichend erscheint und deshalb sehr viel preisgünstiger angeboten werden kann. Wie kommt es dazu?
Nach der Lese werden die Weine zunächst sortenrein ausgebaut und vinifiziert (zu Wein machen). Nach ca. vier Monaten wird bei den jungen Bordeaux-Weinen die Assemblage (Vermischung) bestimmt: die Zusammensetzung der Cuvée, die man aus den verschiedenen Partien für den Erstwein, den Grand Vin erstellen wird. Diese wird zunächst prototypisch durch Variation der Mengen und Qualitäten in Reagenzglas-Größen vorgenommen.
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Die Cuvée-Bestimmung wird vom Kellermeister und den Verantwortlichen des Weingutes festgelegt. Sie geben ihre Meinung ab, wie gemischt werden soll. Man probiert und rechnet, denn das Ziel ist letztlich allen Wein eines Weingutes in einen optimalen Mix zu bringen, zum Erzielen einer maximalen Qualität und sinnvollen Mengensteuerung und Vermarktung aller Weinpartien in dem gewohnten namentlichen Qualitätsstandard des Erzeugers. Aus diesem Verfahren ergibt sich dann, welche Großgebinde anteilig in welchen Mengenzusammensetzungen in den Verschnitt des Ersten- und Zweitenweines eingehen werden. Qualität hat ihrern Preis und geht vor Quantität um jeden Preis. So gibt es den "Erstwein", "Zweitwein" und "Drittwein". |
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Die "übriggebliebenen" Partien werden indirekt hierdurch "deselektioniert"; also abgewählt, nicht in den Erstwein genommen. Da sie aber in der Regel keinen schlechten Wein enthalten, wird auch dieser Wein als Cuvée angeboten. z.B. Neipperg SÉLECTION.













