Weinkauf

Weinkauf- Spass und Erwartung

 Weinkauf              

Weineinkauf ist etwas Besonderes und nicht vergleichbar mit dem Erwerb eines x-beliebigen Lebens- oder Genussmittels. Der Weinkäufer bekommt für sein Geld ja nicht nur irgendein analytisch bestimmbares Getränk wie Mineralwasser oder Fruchtsaft. Er kauft für Stunden, die noch in der Zukunft liegen, Frohsinn, gute Laune, Gaumenvergnügen, Stimmung, Lebensfreude und vieles andere. Vielleicht spendet ihm die Flasche, die er heute bestellt (erwirbt), schon übermorgen Trost in einer dunklen Stunde, gibt ihm Mut zurück, den er verloren glaubte, oder den Schwung, der ihm im Alltagseinerlei abhanden gekommen war. Wein ist deshalb ein Vergnügen, das umso größer ist, je bewusster es zelebriert wird. Dem Kauf voraus geht die Wahl des Lieferanten.  Sie soll sorgfältig getroffen werden. und ist gut getroffen auf dieser Seite. Die komplexe Gesundheitsstörung nach übermässigem Alkoholgenuss wird sich beim Genss eines unsrer Weine erst gar nicht einstellen.

Das Problem liegt oft bei starkgezuckerten oder schlecht verbesserten Weinen aus unreifem  oder zu spät nach der Lese gepresstem Lesegut einiger Konsumweine ("mehr Masse als Rasse"), die oft das Preisleistungsverhältnis verfälschen oder in dem qualitativ weit gefächerten "Schnäppchen" Angebot des Versandhandels verwischt werden. Besonders der Anfänger ist auf den Rat des Fachmanns angewiesen, nicht gut überlegte Käufe haben oft Enttäuschung im Gefolge. Wo es an Platz oder geeignetem Lagerraum fehlt, ist es besser kleine Mengen heimzubringen und dafür öfter nachzubestellen. Welche Weine man sich hinlegen soll, ist eine Frage, auf die es nur eine ganz persönliche Antwort geben kann.

Grundsätzlich zu empfehlen ist, neben den Weinen für den täglichen Bedarf auch einige anspruchsvollere für besondere Gelegenheit vorrätig zu halten. Qualität muss nicht teuer sein und teuere Weine müssen nicht gut sein!

Man sollte auch den Mut haben, ein mal Neuland zu betreten und nicht  bei dem stehen zu bleiben, was man zu kennen glaubt. Es gibt immer wieder Tends und Modeweine, wie Chardonnay, Dornfelder oder Merlot aus exotischen Ländern. Oft  sucht man in einem Wein etwas, das es eh nur ein mal gibt. Auch die Farbe sollte einen nicht verführen. Der Deutsche Wein besonders auch der Rotwein bietet viel Freude beim Probieren. Der Deutsche steht mit seinen Weißweinen absolut an der Weltspitze. Der Wein ist aber in erster Linie ein lebendes Elexier, das wie der Mensch altert und in jeder Phase dieser Entwicklung  nicht nur an Würde gewinnt sonders auch anders betrachtet werden will. So wird man  wahrscheinlich selten den Wein wieder finden, den man einmal geliebt hat  und doch kommt er jedes Jahr anders wieder , nehmen wir ihn, wie er ist.

Die Seite der DLG  meint: "Keine Frage - der deutsche Wein ist wieder im Kommen. Nachdem jahrelang jeder noch-so-billige Rijoa von Aldi, Lidl & Co. per se als qualitativ hochwertiger als die deutsche Konkurrenz galt, ist inzwischen ein deutlicher Wandel in der Verbrauchermeinung wahrzunehmen. Galt der neue "Weinpatriotismus" zunächst nur den deutschen Weißweinen, die im internationalen Vergleich noch nie einen Vergleich scheuen mussten, ist seit einigen Jahren auch der deutsche Rotwein in der Verbrauchergunst stark gestiegen. Sicher - die roten Topweine kommen immer noch aus den sonnenverwöhnten Südländern, aber ein kräftiger Dornfelder, ein trocken-frischer Spätburgunder, ein spritziger Weißherbst oder ein süffig-samtiger Lemberger bieten für jeden Geschmack etwas. Diese "Vielfalt" ist das eigentlich Typische für den deutschen Wein und er kostet nur einiges weniger als ähnliche Gewächse unserer Nachbarn."

 
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